Was macht ein Senior Consultant Digital Media and TV?

Wer meinen fachlichen Rat einholt bekommt zunächst einen horizontalen Querschnitt aller Möglichkeiten, die die digtale Welt ihm heute bietet. Dann folgt eine genaue Analyse, wie sich der Auftritt meines Klienten für den Durchschnittsuser anfühlt: Der gemeinsame Ausflug beginnt meist bei der Klienten-Webseite, die  vielleicht in die Jahre gekommen ist oder durch ständige Erweiterung so in die Breite gegangen ist, dass normale Besucher schlichtweg überfordert sind, ans Ziel zu gelangen.

Gemeinsam erarbeiten wir eine Strategie. In 90% aller Fälle geht es um das Verkaufen oder die transparente Darstellung einer Dienstleistung. Ich versetze mich in die Rolle des Käufers, des Kunden, des Interessenten. Ich öffne meinem Auftraggeber die Augen. Er lernt welche Zielgruppe auf welchem Medium unterwegs ist. Er lernt z.B. dass man mit einer Print-Anzeige kaum noch junge Leute erreicht oder was Jugendliche über Fernsehwerbung denken. Das Schwierigste ist hier meist, dass meine Auftraggeber sehr stark von ihren eigenen digitalen Vorlieben und Erlebnissen bestimmt sind. Wer selbst noch nie auf Facebook oder Instagram war, kann sich nicht vorstellen, dass er seine Dienstleistung sehr gut über dieses Medium bekannt machen könnte. Je weiter meine Klienten von der geliebten digitalen Welt mit Instagram, Snapchat, Facebook, Twitter, Periskope, Storyfy oder Youtube entfernt sind, desto mehr fordern sie Auswertungen und Beweise, dass das investierte Geld gut angelegt ist. Das ist nachvollziehbar und dank vielseitiger Auswertungs-Tools heute kein Problem mehr. Aber es reicht nicht, nur ordentlich alles zu optimieren und dem CFO Zahlen vorzulegen. Nein, eine gute Idee muss her und ohne eine Strategie wird man nicht herausstechen aus den Millionen anderen Anbietern. Was war an Zalando so genial?
Klar, der Werbespot „Schrei vor Glück“. Aber was wäre passiert, wenn keiner den Spot gesehen hätte? Woher kam die Kohle für Tausende von Schaltungen? Media against Revenue-Share. ProSiebenSat.1 wurde an den Umsätzen beteiligt. Sie stellten nicht verkaufte Restwerbezeiten zur Verfügung. Zalando gab einen Teil seiner Gewinne ab. Sie teilten. Kein Risiko. Win-Win.

Doch bevor wir über Spots reden, erstmal die Hausaufgaben: häufig fehlen gute Visualisierungen, Grafik, Logo, Fotos, Video. Das Netz ist schneller, die Bilder und Videos werden immer grösser und am besten Full HD.

Oft klagt der Klient, dass man Inhalte auf der Webseite oder Plattform nicht schnell und unkompliziert aktualisieren kann, weil sich keiner mit dem CMS auskennt und der externe Webdesigner nicht erreichbar ist. Persönlich bin ich WordPress-Fan und kann auch inzwischen komplexe Dinge ziemlich einfach umsetzen. Nicht weil das meine Aufgabe ist, sondern weil ich mich bis ins Detail dafür interessiere. Beim Video ist das ähnlich. Ich kann es filmen, übertragen, Regie führen oder den Liveschnitt machen. Egal wie gross die Kamera ist, ich habe keinen Respekt. Viele Fotos für die Internetkommunikation habe ich selbst geschossen, weil ich genau wusste, wie es aussehen muss. So kann man schnell einen bestimmten Standard herstellen, der sich dann durch die ganze Kampagne zieht.

Es macht mir grosse Freude mit neuen Ideen, Konzepten und Projekten gemeinsam die gesetzten Ziele zu erreichen.

Fleiss ist durch nichts zu ersetzen.
Content bleibt King.
Die Erde ist eine Mattscheibe.
Think local act digital.

Sebastian Lentz